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Für eine intakte Natur

Mit der Hegetätigkeit werden wichtige Lebensräume für Wild und Vögel gesichert, beruhigt, gepflegt, gestaltet und unterhalten (Biotophege). Unter Hegemassnahmen sind insbesondere die Pflege von Waldrändern, Hecken-, Brut- und Äsungsgehölzen. Dies soll eine artgerechte Entwicklung und Verbreitung von Fauna und Flora ermöglichen.

Aufstellen der Strassenverblendungen und Wildruhezonentafeln
Die Kantonsstrasse nach Malix wird durch die Hegeorganisation Chur jeweils im November „verblendet“, um das Wild, welches in den Wintermonaten z.T. zwecks Nahrungssuche über die Kantonsstrasse wechselt, vor herannahenden Autos zu warnen.

Die Zutrittsbeschränkung der Wildruhezone Pizokel gilt vom 1. Januar bis 15. April. Die 14 Tafeln werden jeweils vor Beginn der Geltungszeit (ev. auch vor starkem Schneefall) rund um die Wildruhezone am Standeisen montiert. Zusätzliche 3 Tafeln an den Standorten Hans-Fischer-Parkplatz, Foral und Rosenhügel sind fix während des ganzen Jahres aufgestellt und dienen auch als Informationstafeln über Hege und Wild.

Waldrand- und Heckenpflege
Waldrand und Hecken werden „gepflegt“, wobei sie von den wuchernden Schlingpflanzen befreit werden. Fördert die Artenvielfalt der Hecken und verbessert den Lebensraum für Vögel, Hasen, Reh und auch Hirschwild. Für letztere dient eine gesunde, artenreiche Hecke in strengen Wintermonaten als Nahrungsgrundlage.
Wichtige Hecken werden ca. alle drei Jahre gepflegt, damit die Verwucherung nicht zu stark Überhand nimmt.

Einsammeln der Strassenverblendungen und Wildruhezonentafeln
Die an der Kantonsstrasse nach Malix aufgestellten Rehverblendungen werden eingesammelt. Ebenfalls werden die um die Wildruhezone Pizokel aufgestellten Wildruhezonentafeln werden ab 16. April entfernt.

Sektionshegetag
Ist der jährliche Hegeanlass der Sektion Chur. Erfahrungsgemäss nehmen daran bis zu 30 Jäger/-innen teil. In Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung der Stadt Chur werden Waldrand und Hecken gepflegt, Wildzäune errichtet oder abgebrochen, Eiben gepflanzt sowie Einzelschütze (Weisstannenprojekt) errichtet. Nebst der hegerischen Tätigkeit ist der Sektionshegetag ein sozialer Anlass zum gemütlichen Beisammen.

Rehkitzrettung (Schutz vor Mähtod)
Ende April werden alle Landwirte, welche auf Churer Gemeindegebiet Boden bewirtschaften/mähen durch den Hegeobmann auf die Rehkitzaktion aufmerksam gemacht. Sie werden gebeten, sich bei der Hegeorganisation telefonisch zu melden, damit am Abend vor dem geplanten Grasschnitt die Wiesen mit Blinklampen verblendet werden können. Einige Landwirte stellen die Blinklampen selber und organisieren sich untereinander mit dem Austausch der Blinklampen. Ebenfalls können beim Hegeobmann die Batterien für die Blinklampen bezogen werden. Ziel der Aktion ist, dass die Rehgeissen ihre Kitze in der Nacht aus der Wiese holen, bevor sie am Morgen Opfer der Mähmaschine werden. Der Erfolg hängt von der Mithilfe der Landwirte ab.

Mähen von brachliegenden Wiesen
Brachliegende Wiesen werden je nach Höhenlage im April / Mai geräumt und von Steinen, Ästen, Laub befreit. Durch das Mähen dieser (Mager)-wiesen, welche weder vom Vieh abgefressen noch von Bauern genutzt werden, wird das Einwalden und Verwachsen dieser für das Wild wertvollen Äsungsflächen verhindert. Der tendenziellen Zunahme des Waldanteils wird mit dieser Hegearbeit entgegen gewirkt.